Difference between revisions of "Schnell-Lese-Technik"

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| In dieser Excel-Datei kann man leicht die Daten für das Schnell-Lese-Trainingsprogramm eingeben. Man kann die Ergebnisse der Trainingseinheiten eintragen und in einem Diagramm erkennen, wie man sich mit jeder Übungsrunde verbessern. <br> [[http://mpa.sascha-stolorz.de/Dateien/SLT.xlsx]] <i>Bitte mit rechter Maustaste und dann "Speichern unter..."; Dateityp auf "Alle Dateien" ändern und ".xlsx" nach dem Dateinamen eingeben</i>
 
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Revision as of 17:25, 14 July 2019

01.01 Arbeitstechniken.Techniken für organisertes Arbeiten

Wenn man oft umfangreiche Texte und viele Informationen lesen und verarbeiten muss, lohnt es sich, eine Schnelllesetechnik zu lernen. Eine mögliche Technik ist unten beschriebene. Wichtig ist immer die gute Vorbereitung des Lese-Interesses und das Üben der Schnelllesetechnik.

Regeln für das Schnell-Lesen

Oft muss man umfangreiche Texte lesen, weil darin wichtige Informationen für die Arbeit stecken können. Das können Protokolle, Berichte (Reports), Fachartikel, Handbücher, Gesetzesvorlagen, Leitlinien oder lange E-Mails sein. Immer ist wichtig, dass die wichtigen Informationen schnell identifiziert, gelesen und verarbeitet werden.

Wenn man die Texte, die man liest, richtig nutzen und verarbeiten will, sollte man in der folgenden Weise vorgehen. Diese Regeln gelten nicht nur für Bücher oder Zeitschriften, man kann diese für alle Lesestoffe anwenden:

  1. Überblick über den Lesestoff verschaffen: Thema, Überschrift(en), Inhaltsverzeichnisse, Zusammenfassungen, Diagramme, Bilder etc.
  2. Dann einige wenige Minuten Zeit nehmen, um sich selbst zu fragen: Warum will ich das Folgende lesen? Dann in Stichworten drei bis fünf Fragen aufschreiben, zu denen man eine Antwort erwartet. Man kann diese stichwortartig auch in der Form einer Mindmap auf Papier schreiben.
  3. In der eigenen Lesegeschwindigkeit lesen. Dabei die Sinnträger unterstreichen, das heißt die Schlüsselbegriffe in Bezug auf Ihre Fragen. Man kann am Rand auch Symbole anbringen, deren Bedeutung für einen selber verständlich sind.
  4. Rekapitulieren nach jedem Kapitel, indem zu den ursprünglichen Fragen Stichwörter und Antworten notiert werden. Man kann auch die Mindmap, die man begonnen hat, ergänzen.
  5. Wiederholung: Falls man sich die Inhalte merken muss, sollte man fünfzig Minuten lesen und dann zehn Minuten das Gelesene wiederholen. Aus den Stichwörtern sollten Checklisten oder Mindmaps, die man später für die Wiederholung und den Selbsttest nutzen können, erstellt werden.

Um einen längeren Text schnell und richtig zu erfassen, ist die Vor- und Nachbereitung genauso wichtig, wie das Lesen selbst. Wer mit konkreten Fragen in einen Text einsteigt, wird die Antworten wesentlich schneller und genauer finden.

Im Text sollten nur die passenden Antworten auf die Fragen markiert werden. Während des Lesens sollten Textmarkierungen angebracht werden, die helfen, den Text zu erschließen. Das kann dadurch erfolgen, dass wichtige Schlüsselbegriffe unterstrichen oder farbig markiert werden. Wichtige Passagen können unterstrichen oder am Rand markiert werden. Was wichtig ist, ergibt sich aus den eingangs formulierten Fragen; das können Definitionen, Merksätze, neue Ideen, wichtige Fakten, Zusammenfassungen oder nutzbare Zitate sein. Ziel der Markierungen ist es, das Wesentliche schnell zu erfassen und die benötigten Informationen zu entnehmen. Deshalb auf keinen Fall zu viel markieren.

Trainingsprogramm

Die meiste Zeit benötigen Sie für das Lesen. Wenn Sie Ihre Lesegeschwindigkeit verdoppeln, ohne die Merkleistung zu verringern, können Sie die halbe Zeit einsparen. Dies und noch höhere Leseleistungen erreichen Sie mit der folgenden Technik und Übung:

  1. Suchen Sie sich einen trivialen Roman mit gut leserlichem Schriftbild, der Sie gar nicht interessiert.
  2. Nehmen Sie sich für die Übung etwa zehn Minuten Zeit jeweils an 30 Tagen hintereinander. An den ersten beiden Tagen sollten Sie die Übung etwa drei bis fünf Mal je zehn Minuten durchführen.
  3. Besorgen Sie sich eine Uhr, um genau zehn Minuten stoppen zu können.
  4. Zählen Sie, wie viele Wörter eine Seite Ihres Buches enthält: Zählen Sie die Wörter der ersten zehn Zeilen durch, teilen Sie durch zehn, zählen Sie die Zeilen einer Seite, blättern Sie etwa zehn Seiten durch, schätzen Sie dabei ab, wie viel Prozent Sie aufgrund halber Zeilen und Überschriften abziehen müssen. Multiplizieren Sie dann die durchschnittliche Zahl an Wörtern pro Zeile mit der Zeilenzahl und dem Halbe-Zeilen-Faktor.
  5. Lesen Sie zunächst 10 Minuten, so wie Sie immer lesen und gehen Sie zu den Schritten neun und zehn. Damit bestimmen Sie Ihr Ausgangsniveau. Dann kommen Sie zu Schritt sechs zurück.
  6. Nun geht die Übung los: Lesen Sie zehn Minuten so schnell es geht. Lesen Sie dazu mit dem Finger. Ziehen Sie den Finger möglichst schnell und kontinuierlich – ohne Stoppen oder Zurückgehen – über jede einzelne Zeile. Folgen Sie mit dem Auge Ihrem Finger – und sonst nichts. Es kommt nicht darauf an, wie viel Sie vom Inhalt des Textes verstanden haben. Sie sollten aber den Eindruck haben, jedes Wort gesehen zu haben.
  7. Zwingen Sie sich, das Auge mit dem Finger immer schneller zu ziehen. Lassen Sie das Auge folgen. Wichtig dafür ist, dass Sie eine angenehme Sitzposition haben und das Buch schnell umblättern können.
  8. Schneller, schneller, schneller. Das langsamste Glied beim Lesen ist Ihre Augenbewegung. Mit dem Finger zwingen Sie Ihr Auge, schneller zu werden.
  9. Nach exakt zehn Minuten stoppen Sie. Zählen Sie die Seiten, die Sie gelesen haben. Multiplizieren Sie mit der Anzahl der Wörter pro Seite und dividieren Sie das Ergebnis durch 10. Dann haben Sie Ihre gelesene Wort-Zahl pro Minute.
  10. Diesen Wert tragen Sie in ein Lese-Diagramm.
  11. Diese Übung wiederholen Sie die ersten beiden Tage etwa drei bis fünf Mal am Tag. Dann sollten Sie über etwa weitere 30 Tage jeden Tag zehn Minuten üben und Ihre Wort-Zahl pro Minute in die Lesegrafik eintragen.
  12. Nach etwa zehn Übungseinheiten sollten Sie die Geschwindigkeit soweit reduzieren, dass Sie den Text so verstehen, wie Sie ihn vorher auch verstanden haben. Insbesondere sollten Sie die Informationen sehr schnell identifizieren, lesen und verarbeiten, die für Ihre Fragen und Ihr Leseinteresse wichtig sind. Nur um diese geht es. Auch wenn Sie etwas langsamer lesen, um diese Informationen zu erfassen, liegen Sie dennoch sehr wahrscheinlich deutlich über Ihrem Ausgangsniveau. Vergleichen Sie dazu Ihre Werte in Ihrem Lese-Diagramm.

Sie sollten nur üben, wenn Sie echten Trainingswillen haben. Der schnelle Erfolg wird Ihnen Mut machen. Kalkulieren Sie Lernplateaus ein. Nach einigen Übungen geht es scheinbar nicht voran, später werden Sie aber noch einmal besser.

Ihr Ausgangsniveau wird möglicherweise zwischen 100 und 200 Wörtern pro Minute liegen. Schon nach fünf bis zehn Übungseinheiten iegen Sie mit der Technik möglicherweise bei 1.000 Wörtern. Und auch diesen Wert können Sie deutlich erhöhen.

Schnell-Lese-Training
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In dieser Excel-Datei kann man leicht die Daten für das Schnell-Lese-Trainingsprogramm eingeben. Man kann die Ergebnisse der Trainingseinheiten eintragen und in einem Diagramm erkennen, wie man sich mit jeder Übungsrunde verbessern.
[[1]] Bitte mit rechter Maustaste und dann "Speichern unter..."; Dateityp auf "Alle Dateien" ändern und ".xlsx" nach dem Dateinamen eingeben

Quellen

https://www.business-wissen.de/kapitel/strukturiertes-arbeiten/



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